Sinnliches Gestalten und Biophilie*

Lebensräume, die Sie mit Ihren fünf Sinnen erfahren können:

  • Ertasten – spüren – fühlen von Material-Oberflächen (Texturen), beispielsweise samtig, seidig, flauschig, weich, geschmeidig, kuschlig, anschmiegsam, warm – Materialien, um sich geborgen zu fühlen … oder Materialien, die meine Füße spüren und erkunden wollen beim Barfuss laufen ... Über die Oberflächen- und Fußbodengestaltung wird auch unser Gleichgewichtssinn gefördert ...

Im Sinne des biophilen Gestaltens ist es wichtig, dass wir natürliche Materialien sowie der Natur entlehnte Formen, Proportionen, Texturen, Strukturen, Oberflächenbeschaffenheiten usw. in die Raumgestaltung einbinden. Da uns der Aufenthalt in der Natur beruhigt (einerseits) und auch unsere Sinne und unsere geistige Aufmerksam anregt (andererseits) wird eine möglichst natürliche oder - sofern das nicht realisierbar sein sollte - die Natur nachahmende Gestaltung angestrebt. Dadurch können sich beispielsweise die MitarbeiterInnen in einem Büro besser auf ihre Arbeit konzentrieren, Kinder aufmerksamer lernen und generell können wir durch eine biophile Gestaltung uns Wohlbefinden verbessern.

  • Sehen von Formen und Farben – eintauchen in verschiedene Farbwelten. Diese können uns beruhigen oder vitalisieren – je nach Farbe und Farbintensität. Sehen von Licht und Schatten …, wahrnehmen von hell und dunkel … Wer Farben liebt und sich nicht auf eine Farbe zur Raumgestaltung festlegen will, hat heute viele Möglichkeiten, die Räume mittels Farblicht in die gewünschte Farbe - und somit auch in die bevorzugte Stimmung - einzutauchen ...
  • Hören
    • indem wir Musik und / oder Geräusche aus der Natur bewusst in unsere Lebensraum-Gestaltung einbeziehen. Beispielsweise erleben viele Menschen das Meeresrauschen als sehr beruhigend.
    • Ebenso wichtig: Akustisch seine Ruhe erfahren – sich in ruhige, stille Bereiche zurück ziehen können … oder wenn das räumlich (zum Beispiel in einer Familie) kaum möglich sein sollte, dann 'Ruhe-Zeiten' für alle vereinbaren, in denen es dann für eine Weile still ist in den eigenen vier Wänden ...
  • Riechen
    • indem Düfte beispielweise zur Anregung geistiger Tätigkeiten verwendet werden … Zitrus-Düfte haben eine belebende Wirkung auf uns
    • um eine besonders sinnliche, erotische Stimmung herbeizuzaubern
    • Düfte wirken direkt auf unser Gehirn und haben daher einen direkten Einfluss auf unsere Stimmung, auch wenn sie so schwach sind, dass wir sie nicht bewusst wahrnehmen.

    Riechen, Düfte, die von Gewürzen ausgehen

    Auch das Riechen und Schmecken gehören zur sinnlichen Raum-Gestaltung. Besonders Düfte wirken unmittelbar auf uns und unser Wohlbefinden. Gerüche können beispielsweise appetitanregend oder stimmungsaufhellend wirken.

    Foto: Body-n-Care, auf der Seite von pixabay.com: http://pixabay.com/de/kr%C3%A4uter-kochen-wellness-lulur-anis-185167/

  • Schmecken – das gehört zum Wohnen zumindest indirekt dazu:
    • wir wünschen uns eine ästhetisch gestaltete Umgebung – gemäß unserem „Geschmack“.
    • In dieser können wir beispielsweise unser Essen genießen und es gelangt zur Geltung. Unser alltägliches Essen ebenso wie auserwählte Lieblingsspeisen!
    • Wichtig für das Schmecken: die Beleuchtung beeinflusst stark unsere Wahrnehmung von Lebensmitteln.

Sie wollen die Vorlieben Ihrer fünf Sinne erkunden? Wissen, in welcher Raum-Atmosphäre Sie sich richtig wohl fühlen? Dann lassen Sie uns gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen. Ich berate und begleite Sie gerne und freue mich, wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen.


Berührt von der Sinnlichkeit
Copyright Foto: Andrea Frink-Milius

 

*Biophilie ist laut Erich Fromm „die leidenschaftliche Liebe zum Leben und allem Lebendigen …“*

Die biophile Gestaltung berücksichtigt die Natur selbst (natürliche Materialien, frische Luft, Tageslicht, weitere natürliche Elemente wie Wasser, Erde …). Darüber hinaus werden im Design Formen verwendet, die der Natur entsprechen, uns an die Natur sozusagen erinnern. Durch eine biophile Raumgestaltung kommt der Mensch wieder stärker mit seinem natürlichen Sein, beispielsweise mit seinen fünf Sinnen, in Verbindung. Dies wirkt sich ausgleichend und gesundheitsfördern auf den Menschen aus.

Erkunden Sie, was Ihre Sinne wirklich wollen ... und entdecken Sie IHRE persönlichen Vorlieben für Farben, Materialien und ihre Texturen.

Foto:Material-Collage für die sinnliche Raum-Gestaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschiedene Materialien und Farben, die auf unterschiedliche Art unsere fünf Sinne ansprechen. Copyright Foto: Andrea Frink-Milius

 

Je nach persönlichen Vorlieben, kann die Lehmbau-Architektur, wie wir sie beispielsweise in Afrika vorfinden, die sinnliche Raumgestaltung bereichern. Ebenso wie der Adobe-Baustil,  den wir z. B. in Santa Fe, USA, vorfinden. Bauen mit Lehm erlaubt es, auch rechtwinkligen Räumen runde Formen zu verleihen. Das geht auch mit Beton, jedoch bevorzug ich die Natürlichkeit und 'Weichheit' dieses Materials und seine Oberflächenbeschaffenheit, nachdem er getrocknet ist. Ich habe während meines Innenarchitektur-Studiums bei einer Fachwerkhaus-Sanierung in Deutschland mitgeholfen. Hier haben wir den 'alten' Lehm, der in den Gefachen steckte, herausgeholt, mit Wasser eingeweicht und ihn dann als Lehmfüllung für die Gefache wiederverwendet. Dem feuchten Lehm wurde noch Stroh beigemischt. Im Innenraum wurden die ‚Ecken‘ rund ausgestaltet und aus den Wänden trat eine plastische (dreidimensionale) Gestaltung hervor, beispielsweise ein Baum. Leider habe ich keine Fotos davon. Fotos von Lehmbauten bzw. Adobe-Häusern und anderen Architektur- und Gestaltungsbeispielen, die mir gefallen, sind auf meiner Facebook-Seite zu sehen; dort habe ich Links zu interessanten und mir nützlich erscheinenden Seiten geteilt. Weitere Infos finden Sie bei Facebook unter: https://www.facebook.com/VitaleLebensraumGestaltung

 

 

 

 

 

 

 

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